Wozu den Aufruf unterschreiben?

Wenn es gelingt, möglichst viele Unterzeichner/innen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen zu gewinnen, können wir den Verantwortlichen zeigen, dass ein breites gesellschaftliches Spektrum mit der Hartz-IV-Sanktionspraxis nicht einverstanden ist. Das Bündnis ist - nicht zuletzt aufgrund der bereits dokumentierten gesellschaftlichen Breite - von den Verantwortlichen, z.B. in der Bundesagentur für Arbeit, wahrgenommen worden. Jede weitere Stimme verleiht der Forderung zusätzlichen Nachdruck. Ein Ende des Sammelns ist also erst mal nicht in Sicht.

Wir werden immer wieder gefragt, was wir mit den Unterschriften konkret tun werden. Als erstes Etappenziel planen wir z.B., der Arbeitsministerin bei passender Gelegenheit die bis dahin gesammelten Unterschriften mit dem "Auftrag" zu überreichen, den § 31 SGB II schnellstmöglich auszusetzen. Über weitere Etappen informieren wir hier.

Natürlich ist nicht zu erwarten, dass allein das Unterschreiben etwas bewirkt. Eine große Zahl an Unterschriften ist zwar ein Signal. Aber ohne weitergehende sichtbare Unterstützung wird die Aussetzung der Hartz-IV-Sanktionen nicht realisierbar sein. Deshalb ist die Hilfe vieler notwendig: Tragen Sie das Thema in die eigenen Lebens- und Arbeitszusammenhänge, so dass es ins öffentliche Bewusstsein gelangt. Je mehr Menschen von dem Aufruf erfahren, desto eher kann eine breite gesellschaftliche Debatte über den Sinn von Sanktionen gegen Erwerbslose in Gang kommen und - so hoffen wir - die Durchsetzung der Moratoriumsforderung vorangetrieben werden!

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